1. Erlebnisreise Südafrika

Reisezeit 13. bis 26. Oktober 2018*

*weitere Reisetage folgen in den nächsten Wochen

Südafrika

1. Reisetag, Samstag, 13.10.2018

Wir starteten pünktlich um 14:30 Uhr von Blaubeuren nach München, wo wir uns um 18:30 Uhr mit den selbstanreisenden Teilnehmern trafen.

Die ganze Welt in einem Land – mit diesem Slogan wirbt das Land am Kap der Guten Hoffnung um Besucher. Das südlichste Land des afrikanischen Kontinents gehört unbestritten zu den schönsten Reisezielen der Welt.

Südafrika ist ein unglaublich facettenreiches Land mit eindrucksvollen Kontrasten:
Schwarzafrika, gepaart mit europäischen und asiatischen Elementen. Tradition und Moderne.

Die Mischung von Menschen aller Hautfarben, die dem Besucher mit Offenheit und Freundlichkeit entgegentreten. Grandiose, ganz unterschiedliche Landschaften (schroffe Felsküste und lange Sandstrände, Gebirgszüge von 3.000 m Höhe und sanfte Weinberge, Sümpfe, Urwald und wüstenhafte Trockengebiete. Und nicht zuletzt Begegnungen mit einer uns unbekannten Tier- und Pflanzenwelt. Südafrika ist das südlichste Land des afrikanischen Kontinents. Es liegt auf der südlichen Erdhalbkugel, etwa auf der Höhe von Brasilien und Australien. Die Jahreszeiten sind somit den unseren entgegengesetzt. Im Oktober geht es also allmählich auf den südafrikanischen Sommer zu – eine der beliebtesten Reisezeiten. Die Temperaturen sind in der Regel sehr angenehm, höchstens im Krüger Nationalpark kann es mitunter schon heiß werden. An der Garden Route und rund um Kapstadt ist mit trockenem Wetter und etwa 20-25°C zu rechnen.

Südafrika hat eine Fläche von etwa 1,2 Mio. km² und ist damit etwa 3x so groß wie Deutschland. Auf dieser Fläche leben aber nur gut 50 Mio. Menschen, die Bevölkerungsdichte ist also wesentlich niedriger. Das Land besitzt eine 3.000 km lange Küste, die im Westen an den kalten Atlantik und im Osten an den warmen Indischen Ozean grenzt. Von Ost nach West sind es etwa 1.500 km, von Nord nach Süd an der breitesten Stelle 1.100 km. Im Norden liegen die Nachbarstaaten Namibia, Botswana und Simbabwe, nordöstlich Mosambik und im Osten Swasiland. Lesotho wird vollständig von Südafrika umschlossen. Die Republik Südafrika ist in 9 Provinzen unterteilt, vergleichbar mit unseren Bundesländern. Die Hauptstadt des Landes ist Pretoria. Südafrika versteht sich auch als Regenbogennation, alle Hautfarben sind vertreten. Etwa 80 % der Bevölkerung sind Schwarze, 9 % Weiße, 9 % Farbige und 2 % Asiaten. Es gibt 11 offizielle Amtssprachen, wobei sich Englisch eindeutig als Verkehrssprache herausgebildet hat.

Gehe ich vor dir, dann weiß ich nicht, ob ich dich auf den richtigen Weg bringe.
Gehst du vor mir, dann weiß ich nicht, ob du mich auf den richtigen Weg bringst.
Gehe ich neben dir, werden wir gemeinsam den richtigen Weg finden.

(aus Südafrika)

2. Reisetag, Sonntag, 14.10.2018

Johannesburg / Pretoria Stadtrundfahrt ca. 125 km

Landung in Johannesburg, der größten Stadt und der wichtigsten Wirtschaftsmetropole des Landes. Ankunftszeit 7:40 Uhr.

Johannesburg entstand erst vor gut 120 Jahren als Goldgräberstadt und lädt zu keiner ausführlichen Besichtigung ein. Pretoria ist geschichtlich wesentlich interessanter, sodass wir direkt nach Ankunft weiter in die wenig entfernte Hauptstadt Pretoria fuhren, in der altes und neues harmonisch vereint sind. Als erste Sehenswürdigkeit besuchten wir das Voortrekker Denkmal am Stadtrand. Das Bauwerk wurde 1949 errichtet und wir lernten dabei die junge Geschichte Südafrikas kennen. 1652 errichteten die Holländer eine erste Versorgungsstation am Kap und gründeten damit Kapstadt. Ende des 18. Jh. eroberten Briten die Kapregion und vertrieben in der Folgezeit die Buren. Zwischen 1835 und 1855 ziehen etwa 16.000 Buren, die sog. Voortrekker von Kapstadt ins Landesinnere, unterwerfen die dort lebende schwarze Bevölkerung und gründen hier die Burenrepublik Transvaal, später die südafrikanische Republik. Das Denkmal soll an all die mutigen Männer und Frauen erinnern, die mit ihren Planwagen ins Unbekannte hinauszogen und das Land besiedelten. Natürlich nutzen wir den Aufzug und genossen den sagenhaften Blick über die Stadt.

Bei der anschließenden Stadtrundfahrt sahen wir das Denkmal für Paul Krüger auf dem Kirchenplatz, dem historischen Zentrum der Stadt. Unser Ziel war das Krügerhaus, das als Wohnhaus vom ehemaligen Präsidenten der Südafrikanischen Republik - nicht zu verwechseln mit der heutigen Republik Südafrika, genutzt wurde. Im 19. Jh. wanderten die Buren, Nachfahren niederländischer Siedler, aus der britischen Kapkolonie aus und gründeten einen unabhängigen Staat im Norden des Landes.

Weiter ging es zu den heutigen Regierungsgebäuden, den sog. Union Buildings. Hier wurde 1994 Nelson Mandela vereidigt, der erste schwarze Präsident Südafrikas. In den Gärten ist neben anderen Denkmälern auch eine Statue Nelson Mandelas zu finden.

Unser heutiges Ziel ist die Cradle Moon Lakeside Game Lodge in Muldersdrift mit einer Übernachtung. Sie liegt mitten im afrikanischen Busch. Über das Gelände verteilt liegen 50 großzügige Bungalows, mit je zwei gemütlichen Zimmern und Bad. Spätestens jetzt sind wir in Südafrika angekommen und es wird gleich ein echtes Afrika-Feeling aufkommen! Impalas und Springböcke bewegen sich frei auf dem Gelände und schauten gerne auch mal direkt vor unserer Terrasse vorbei! Bei einem kühlen Drink stimmten wir uns am Lagerfeuer auf die kommenden Reisetage ein. Ein perfekter Auftakt.

Zum Ausklang des Tages erwartete uns dann noch ein leckeres Buffet – für jeden Geschmack war etwas dabei.

3. Reisetag, Montag, 15.10.2018

Panorama Route ca. 600 km

Wir fuhren auf der berühmten Panoramaroute in Richtung Osten zum Krüger Nationalpark. Auf der langen Fahrt mit einigen Stopps berichtete unser Reiseleiter Axel sehr intuitiv über Land und Leute. Die Region zählt zu den wichtigsten Obst- und Gemüseanbaugebieten des Landes. Es gibt keine großen Städte oder Zentren. Wir genossen die Weite der Landschaft und Axel erzählt spannende Stammes- und Goldrauschgeschichten und vor allem von den einmaligen und unzähligen Jacaranda-Bäumen, die jetzt voll in der Blüte stehen. Die Jacaranda stellen eine Gattung innerhalb der Familie der Trompetenbaumgewächse. Es handelt sich um mittelgroße bis große, sommer- oder immergrüne Bäume.

Wir fahren am Blyde River Canyon entlang. Die Schlucht, mit 26 km Länge und einer Tiefe von bis zu 800 m, zählt zu den Naturwundern Afrikas und ist einer der größten Canyons der Welt.
Gerade noch vor Torschluss gegen 17:00 Uhr erreichen wir ein weiteres Wunderwerk der Flusserosion: die Burke’s Luck Potholes. Über Millionen von Jahren haben Steine und Sand in der Flussströmung glatte, zylinderförmige Löcher in den Fels geschliffen. Die Gesteinsformation erinnert an typische afrikanische Rundhütten. Einen faszinierenden Anblick bieten uns auch die Three Rondavels, die wir in der späten Abendsonne besichtigten. Der Sonnenuntergang ist phantastisch!

Nach einer langen und anstrengenden Busfahrt erreichten wir bei Dunkelheit die Kubu Safari Lodge in Hoedspruit. Das ehemalige Farmhaus wurde 1993 von einem deutschen Ehepaar in ein Hotel umgewandelt, das sich mit seiner afrikanischen Architektur perfekt in die Landschaft integriert. Die 40 Zimmer sind gemütlich eingerichtet.

Das  Abendbuffet erwartete uns im Freien bei einem gemütlichen Lagerfeuer.

4. Reisetag, Dienstag, 16.10.2018

Krüger Nationalpark „Pirschfahrt“

Heute stand der spannende Besuch des Krüger Nationalparks auf dem Programm! Der Krüger Nationalpark ist mit seinen 20.000 km² etwa so groß wie Belgien und liegt in den Provinzen Limpopo und Mpumalanga und am Rande von Zimbabwe, Mosambik und dem Königreich Swasiland. In der Steppen- und Savannenlandschaft sind viele Tierarten zu Hause, u.a. die Big Five, von denen wir Elefanten und Löwen in freier Wildbahn beobachten konnten.

Unsere Beobachtungsglück war uns hold und so konnten wir darüber hinaus eine kleine Sensation live beobachten. Ein Gepard hat in den Morgenstunden ein Wild erlegt und so sahen wir zuerst den Hyänenhund, von denen es nur 120 Stück im gesamten Park gibt und dann die Gepardenfamilie, von denen es ebenfalls nur ca. 120 Stück gibt. (Zum Vergleich befinden sich 3000  Löwen im Krüger Nationalpark, und die sind schon sehr selten zu sehen!)   

Der größte, älteste und berühmteste Nationalpark wurde 1926 eröffnet. Paul Krüger hat sich bereits 1884 darum bemüht, ein Wildschutzgebiet zu schaffen. Er war Präsident von Südafrika und erklärte am 26.03.1898 das Sabie Game Reserve zum Schutzgebiet für Wildtiere mit folgenden Worten: ``Wenn ich diesen kleinen Teil vom Lowvelds nicht schütze, werden unsere Enkelkinder nicht wissen, wie ein Elefant, Löwe oder Kudu aussehen...''. Erst 1926 wurde das Gebiet von der Regierung zum Nationalpark erklärt. Der Krügerpark bietet 147 Säugetierarten Schutz. Bis dahin war es ein beliebtes Jagdgebiet. Die besten Zeiten für Tierbeobachtungen sind der frühe Morgen und der späte Nachmittag. Nahezu die gesamte Palette an afrikanischem Großwild ist im Park vertreten. Weiter finden Sie im Krügerpark über 500 Vogel-, 114 Reptilien-, 49 Fisch- und 34 Amphibienarten vor. Über 330 Baumsorten inklusive dem wohl berühmtesten Baum Afrikas - den Baobabbaum. So besitzt die Flora in diesem Park auch viele Besonderheiten. Das Naturschutzgebiet hat einige Flüsse in seinem Bereich, wovon viele in den regenarmen Monaten ausgetrocknet sind.