1. Erlebnisreise Südafrika

Reisezeit 13. bis 26. Oktober 2018

Südafrika

9. Reisetag, Sonntag, 21.10.2018

Hermanus – Welthauptstadt der Wale ca. 360 km

Nach dem Frühstück fuhren wir auf der Route 62 in Richtung Hermanus. Auf einer traumhaften Strecke ging es vorbei an hübschen Küstenorten und malerischen Landschaften nach Hermanus.

Hermanus ist eines der ältesten Seebäder des Landes. Als ursprünglich kleines Fischerdorf gab es hier schon 1920 16 Hotels. Hermanus liegt malerisch vor der Kulisse einer Bergkette und bietet wunderbare Badestrände. Der Ort ist aber vor allem als die Welthauptstadt der Wale bekannt. Man sagt, dass man den Meeressäugern nirgendwo sonst so nahe kommt.

Alljährlich zwischen Juli und November ziehen Hunderte von Glattwalen und Buckelwalen von der Antarktis in die ruhigen Gewässer der Walker Bay vor Hermanus, um sich hier zu paaren, zu kalben und die Jungen großzuziehen. Vor Hermanus befinden sich die Lieblingsplätze der Wale.

Gegen Nachmittag erreichten wir Hermanus. Unser Hotel, das Harbour House, lag unmittelbar am Meer und bot eine tolle Aussicht. Es blies eine sehr steife Brise und von Land aus konnten wir bereits bis zu 20 majestätischen Tiere gleichzeitig beobachten. Allerdings hatten wir sehr mit dem Wind zu kämpfen, der uns bis in die Abendstunden mit großen Sturmböen das Fotografieren sehr erschwerte. Von den Felsen aus beobachteten wir sehr eindrucksvoll das Waltreiben – auch „Whale watching“ genannt. Besonders eindrucksvoll waren die Sprünge der Wale. Dazu schossen die Tiere rückwärts aus dem Wasser, um dann mit viel Getöse wieder auf der Wasseroberfläche zu landen. In kleinen Gruppen wanderten wir auf dem Cliff Walk, einem Klippenpfad mit vielen gut platzierten Aussichtspunkten und Sitzbänken, an der Küste entlang. Neben den Walen gab es auch die possierlichen Dassies zu sehen. Dies sind kleine Nagetiere, die gerne in felsigem Gebiet wohnen und – man mag es kaum glauben – die nächsten Verwandten des Elefanten sind.

10. Reisetag, Montag, 22.10.2018

Weinländer ca. 220 km

Heute ging es wieder früh los, da wir aufgrund der gestrigen Wetterverhältnisse die Walbeobachtungsfahrt nachholten. Um 6:20 Uhr trafen wir uns alle an der Rezeption! Überraschenderweise hatte sich der Sturm komplett gelegt und das Meer war eindrucksvoll ruhig. Nach der Einweisung durch die Crew fuhren wir mit einem Walbeobachtungsboot hinaus aufs offenen Meer. Zuerst schien es so, als ob sämtliche Wale noch schliefen und sich uns nicht zeigten. Aber nach einer ½ Stunde Fahrt erspähten wir das erste Muttertier mit ihrem Jungen. Der Kapitän stoppte die Maschinen und „rief“ die Wale. Eindrucksvoll schwammen die Meeressäuger auf uns zu und tauchten unter unserem Schiff hinweg. Danach konnten wir alle das fröhliche Schauspiel der Wale beobachten und tolle Fotos aufnehmen.  

Nach der Rückkehr erwartete uns ein reichhaltiges Frühstück im Harbour House, was wir in vollen Zügen genossen. Gegen 11:00 ging es in die Kapregion und unser nächstes Ziel war das wunderschön gelegene Weingut Boschendal. Nach einer Kellertour konnten wir verschiedene Weine des Guts verkosten und uns von der tollen Qualität der südafrikanischen Weine überzeugen. Soviel Wein machte hungrig. Deshalb wurde uns zum Mittagessen ein tolles Buffet mit kap-malayischen Spezialitäten serviert. Ein absoluter, kulinarischer Höhepunkt.

Inmitten der Weinberge liegt Stellenbosch, nach Kapstadt die zweitälteste Stadt des Landes. Am Nachmittag bummelten wir durch den pittoresken Ort, der außerordentlich gut erhalten ist, und stießen auf der Dorp Street, der Dorf-Straße, auf architektonische Schmuckstücke, in denen heute Souvenirläden, Galerien und Cafés untergebracht sind. Im ältesten Stadtteil wurden vier Häuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert liebevoll restauriert und originalgetreu eingerichtet, diese geben einen guten Einblick in die damalige Einrichtung, Mode und Lebensweise.

Am Nachmittag verließen wir die Weinanbaugebiete und erreichten schließlich Kapstadt – die Mutterstadt Südafrikas. Kapstadt gilt als eine der schönsten Städte der Welt, vor allem wegen der grandiosen, majestätischen Kulisse des Tafelbergs. Kapstadt ist nach Johannesburg die größte Stadt des Landes und zudem die älteste, europäische Siedlung im südlichen Afrika.

Den Abend ließen wir bei einem Drink an der Waterfront ausklingen.

11. Reisetag, Dienstag, 23.10.2018

Stadtrundfahrt Kapstadt

Heute erkundeten wir bei einer Stadtrundfahrt die „Mutterstadt“ Südafrikas. Als erstes stand  

eine Auffahrt auf den Tafelberg auf dem Programm. Das 1.087 m hohe Wahrzeichen trohnt über der Stadt. Wir hatten extrem viel Glück mit dem Wetter und genossen beste Ausblicke. Über 300 Wanderwege führen empor – seit 1929 gibt es aber auch eine Seilbahn. Seit 1997 führt eine Gondel hinauf, die sich während der Fahrt einmal um 360° dreht.

Auf dem Plateau gibt es drei gut ausgebaute Rundwege. Der Blick hinunter auf Kapstadt, hinüber nach Robben Island oder zu der Gebirgsformation Twelve Apostels ist einmalig!

Unsere Stattrundfahrt führte uns vorbei am alten Rathaus und dem Company´s Garden, der ursprünglich als Obst- und Gemüsegarten zur Versorgung der holländischen Einwohner und Schiffe angelegt wurde. Heute ist es ein botanischer Garten mit exotischen Pflanzen und ein beliebter Platz, um dem Trubel der Stadt zu entkommen. Die Stadtrundfahrt endete am Nachmittag an der berühmten Victoria & Alfred Waterfront. Das restaurierte Werft- und Hafenviertel, vor gut 20 Jahren noch brachliegend, erfreut sich heute größter Beliebtheit. Hier sind zahlreiche Unterhaltungsmöglichkeiten vorzufinden: über 50 Restaurants und Kneipen, eine Shopping-Mall mit hunderten Geschäften, Souvenirläden, Designer-Boutiquen, Kinos, Museen und das Two Oceans Aquarium.

12. Reisetag, Mittwoch, 24.10.2018

Kap der Guten Hoffnung – Boulders Penguin Colony

Unsere Reise neigte sich so langsam dem Ende zu und ein Highlight folgte aufs andere. Heute ging es zum Kap der Guten Hoffnung. Dorthin führen eindrucksvolle Küstenstraßen mit fantastischen Ausblicken und kilometerlangen Sandstränden vorbei an den Zwölf Aposteln. Einen ersten Stopp legten wir in Hout Bay ein. Von hier starteten wir zu einer Bootsfahrt zur Duiker Island. Die Insel liegt etwa 1 km vor dem Festland und beherbergt eine der größten Kolonien von Pelzrobben in Südafrika. Im südafrikanischen Sommer tummeln sich mehrere tausend Robben auf und vor der Insel. Das laute Gebrüll ist schon von weitem zu hören. Während der rund einstündigen Fahrt konnten wir die Robben aus nächster Nähe beobachten.

Anschließend beeindruckte uns die grandiose Landschaft am Kap. Das Kap-Florenreich gehört zu einem der sechs eigenständigen Pflanzenreiche der Welt. Dieses umfasst weniger als 1% der Fläche Afrikas, zeigt uns aber fast 1/5 der afrikanischen Pflanzenarten. Ein Drittel ist endemisch. Von den 8.500 Pflanzenarten wachsen viele nur hier, u.a. verschiedene Proteenarten. Die Protea ist die Nationalblume Südafrikas.

Am Kap erwartete uns die raue Küste mit Blick auf die Weiten des Ozeans. Das Kap der Guten Hoffnung ist der südwestlichste Punkt Afrikas und der südlichste Punkt der Kap-Halbinsel, nicht wie oft angenommen der südlichste Punkt des Kontinents. Wer die steilen Klippen des windumtosten Kaps umschifft hatte, konnte um eine Gefahr leichter weiter Richtung Indien fahren. Am Kap wurden wir bereits zu einem Sektempfang mit kleinen Snacks erwartet.

Natürlich war auch ein Gruppenfoto am Kap selbstverständlich ein Muss!

Weiter ging es zum Cape Point. Auf dem höchsten Punkt der Landspitze befindet sich der alte Leuchtturm. Wir konnten einen Spaziergang nach oben machen oder wer wollte gerne auch die Zahnradbahn benutzen. Von oben bot sich ein atemberaubender Ausblick, u.a. auch auf das Kap der Guten Hoffnung.

Am Nachmittag statten wir der Kolonie von Brillenpinguinen am Boulders Beach noch einen Besuch ab. Über einen Holzsteg ging es zur Aussichtsplattform, von der aus wir die putzigen Gefährten aus nächster Nähe beobachten konnten. Zum Abschluss des Tages und der Reise erlebten wir ein unvergessliches kulinarisches Highlight in Form eines mehrgängigen Menus im Africa Cafe. Uns wurden leckere Spezialitäten aus 16 afrikanischen Ländern von Nord- bis Südafrika stilvoll und authentisch serviert. Wer wollte, der konnte sich nach afrikanischer Tradition bemalen lassen. Am Ende gab es noch ein kleines, musikalisches Highlight – ein toller Ausklang einer erlebnisreichen Reise.