1. Erlebnisreise Südafrika

Reisezeit 13. bis 26. Oktober 2018*

*weitere Reisetage folgen in den nächsten Wochen

Südafrika

5. Reisetag, Mittwoch, 17.10.2018

Johannesburg – Port Elizabeth ca. 450 km

JNB SA419 Johannesburg – Port Elizabeth 14:10-15:45

Heute hieß es wieder zeitig aufstehen, denn wir verließen den Norden des Landes nach Port Elizabeth, der Ausgangspunkt für die Entdeckung der malerischen Garden Route. Von der Kubu Safari Lodge fuhren wir mit einigen Caféstopps direkt zum Flughafen O.R. Tambo in Johannesburg. Unser Flieger war pünktlich und so konnten wir den Nachmittag in Port Elizabeth auf eigene Faust ausklingen lassen.  

Port Elizabeth ist die fünftgrößte Stadt des Landes und die größte Stadt an der Garden Route. Mit rund 312.392 Einwohnern ist sie die größte Stadt der Provinz Ostkap. Die Städte Port Elizabeth, Uitenhage und Despatch sowie weitere Orte bilden seit 2000 die Metropolgemeinde Nelson Mandela Bay Municipality, in der rund 1,2 Millionen Menschen leben. Die Stadt befindet sich an der Algoa Bay, malerisch zwischen einigen Hügeln und dem Meer gelegen. Der Stadtkern hat sich bis heute seinen kleinstädtischen Charme bewahrt. Port Elizabeth rühmt sich, Südafrikas Stadt mit den meisten Sonnentagen zu sein.

Unser Hotel, das Garden Court Kings Beach, lag nur einen kurzen Spaziergang, etwa 200 m von der Promenade und den berühmten Stränden von Port Elizabeth entfernt. Das Hotel bietet ein Restaurant, das vor allem Grill- und Steakhouse-Spezializäten serviert, und eine Außenterrasse mit einem kleinen Pool. Alle 280 Zimmer sind hell und komfortabel eingerichtet und haben zum Teil einen atemberaubenden Ausblick auf die Bucht von Algoa.

Einige unserer Reiseteilnehmer konnten der Versuchung nicht wiederstehen und nutzen die Zeit für ein erfrischendes Bad im Indischen Ozean bei ca. 18 Grad Wassertemperatur oder genossen einfach einen traumhaften Strandspaziergang.

6. Reisetag, Donnerstag, 18.10.2018

Tsitsikamma Nationalpark ca. 285 km

Die Garden Route gehört zu den schönsten und beliebtesten Reisezielen in Südafrika. Gemeint ist ein Abschnitt der Küstenstraße N2, der sich von Port Elizabeth bis nach Mossel Bay erstreckt.

Zunächst besuchten wir das Donkin-Reservat in Port Elitzabeth, das sich in der Nähe von Belmont Terrace befindet. Der Platz wurde von Sir Rufane Donkin als „für immer offener Raum“ ausgerufen. Sir Rufane Donkin errichtete zum Gedenken an seine verstorbene Frau Elizabeth, nach der die Stadt „Port Elizabeth“ benannt wurde, ein Denkmal aus einer Steinpyramide und einen Leuchtturm. Die Pyramide ist etwa 10 Meter hoch, und die Seitenwände an der Basis messen jeweils etwa 8 Meter. Der Leuchtturm, der 1861 erbaut wurde, beherbergt auch Nelson Mandela Bay Tourism, das offizielle Touristeninformationszentrum.

Als nächstes Highlight stand der spannende Besuch des Tsitsikamma Nationalparks auf dem Programm. Es ist ein relativ kleiner, aber wunderschöner Nationalpark an der Grenze der Provinzen Western Cape und Eastern Cape und erstreckt sich etwa 100 km entlang der Küste. Geprägt von den warmen Strömungen des Indischen Ozean und den ganzjährig angenehmen, gleichbleibenden Temperaturen hat sich hier eine nahezu tropische Vegetation entwickelt, die noch in ihrer ursprünglichen, wilden Form erhalten ist.

Der Park umfasst einen breiten Küstenstreifen und den Urwald an Land, einen der letzten Urwälder Südafrikas. Hier fallen vor allem die riesigen und uralten Yellowwood-Bäume auf – teils 800 Jahre alt, bis zu 40 m hoch. Und nicht umsonst heißt Tsitsikamma in der Sprache der früher hier lebenden Khoi-San so viel wie "wasserreicher Platz", denn hier an der Küste regnet es viel öfter als im sehr trockenen Hinterland.

Eine große Anzahl an Vögeln belebt diesen Ort, allen voran der Knysna Turaco (lat. Tauraco corythaix, in Südafrika bekannt unter Knysna Lourie) und eine Schar kleiner Kolibris sowie viele verschiedene Wasservögel. In den Wäldern finden sich sogar kleine Antilopen, und mit etwas Glück sieht man neben Delphinen und Walen auch noch Otter in den Klippen. Der Otter Trail, ein mehrtägiger Wanderweg ist immerhin nach ihnen benannt.

Wir unternahmen einen Spaziergang zu den berühmten Hängebrücken über der Mündung des Storms River, der an dieser Stelle 69 m breit und 9 m tief ist. Es galt ein paar Stufen zu nehmen, dafür wurden wir aber immer wieder mit tollen Ausblicken belohnt. Die im Jahr 2006 erneuerte Brücke ist 77 m lang und kann schon etwas schaukeln wenn man sie überquert. Der Spaziergang vom Hauptcamp hierher führt durch den Wald, aber auf gut ausgebauten Wegen mit zahlreichen Stufen. Auf dem Rückweg konnten wir nochmals 2 Hängebrücken passieren und zahlreiche Fotos vor einer traumhaften Kulisse schießen.

Anschließend ging es weiter nach Knysna.

Unser Hotel, das Knysna Log-Inn, ist ein riesiges Blockhaus. Es spiegelt den Charakter der umliegenden einheimischen Wälder wider. Das Hotel ist sehr zentral gelegen: nur 350 m vom Ortszentrum und der Waterfront entfernt und ca. 200 m von der herrlichen Lagune. Die Zimmer, es gibt insgesamt 57, sind gemütlich und komfortabel eingerichtet.

Am Nachmittag werden wir bereits in Thesen Islands zu einer Meeres-Safari erwartet. Thesen Islands könnte ebenso ein Ort in Key West, Florida sein, da der Baustil und die Lebensphilosophie der Einheimischen sehr stark daran erinnert.  Bei gutem Wetter und einem etwas rauhen indischen Ozean präparierten wir uns mit SUPER-PEP Reisekaugummis, um den Wellen stand zu halten. Die Crew steuerte uns durch die berühmten Knysna Heads raus auf den indischen Ozean, wo wir Delfine und Robben in ihrem natürlichen Lebensraum und Knysna´s raue und wunderschöne Küste erleben durften.

Am Abend besuchten wir noch das legendäre JJs Restaurant mit phantastischen Fisch und Wildgerichten, ein wahrer Geheimtipp!

7. Reisetag, Freitag, 19.10.2018

Die Laguna von Knysna, Monkeyland & Birds of Eden   

Das Ortsbild von Knysna wird von der großen Lagune beherrscht. Die Kleinstadt wurde einst als Hafen für die Holzindustrie und Zentrum des Schiffbaus angelegt. In der Gegend um Knysna befinden sich uralte Hartholz-Bäume wie Yellowwood, Stinkwood und Redwood.

An das Vermächtnis der Holzindustrie knüpfen noch heute eine Reihe hervorragender Geschäfte an. An der früheren Hafenmauer ist eine "Waterfront" entstanden, wo Sie in verschiedenen Läden nach Holzwaren, Möbeln und Kunsthandwerk Ausschau halten können. Unzählige Restaurants direkt am Wasser laden zum Verweilen ein. Leider hat ein großes Feuer im Jahr 2017 große Teile des Featherbed Naturreservat zerstört und unser ursprünglich geplantes Ausflugsziel war leider noch nicht wiedereröffnet.

Um 11:00 Uhr starteten wir Richtung Plettenberg Bay. Wir besuchten das Monkeyland Primate Sanctuary. Auf mehreren Hektar leben hier in einem einzigartigen, naturbelassenen Schutzgebiet die verschiedensten Affenarten Afrikas und einige von anderen Kontinenten friedlich zusammen. Oft wurden sie aus schlechten Verhältnissen gerettet. „Monkeys“ sind übrigens Affen mit Schwanz, während „Apes“ keinen Schwanz aufweisen (z.B. Schimpansen). Wir erlebten eine Safari der besonderen Art – es ging zu Fuß durch das Reservat. Hier gab es über 500 Äffchen zu entdecken, u.a. verschiedene Lemuren-Arten, Languren wie den Brillen-Langur, Brüllaffen, Klammeraffen und Kapuzineraffen. Ein besonderes Highlight war die Hängebrücke, die durch die Baumwipfel führt. Hier konnten wir dann auch die Affen hoch oben in den Bäumen beobachten.

Direkt nebenan liegt ein weiteres Schutzgebiet – Birds of Eden. Es ist die größte Vogel Freiflugkuppel der Welt. Die gigantische Voliere ist mit einer Größe von ca. 23.000 qm nur ein wenig kleiner als der berühmte Millennium Dome in London. Über 100 verschiedene Vogelarten gibt es hier und bis zu 3.500 Vögel fliegen frei herum. Mit dem Gehege Birds of Eden, übersetzt heißt das so viel wie „Die Vögel des Paradieses“, wollte man eine sichere Umgebung für verschiedene, weltweit vorkommende Vogelarten gestalten, die vorher in Gefangenschaft gelebt haben. Zudem können Privatpersonen, die solche Vögel gehalten oder gesund gepflegt haben, diese im „Birds of Eden“ in die Freiheit entlassen.

Ähnlich wie im benachbarten „Monkeyland“ wird hier versucht, diesen Tieren ihre Freiheit zurückzugeben. Das ganze Areal ist sehr abwechslungsreich gestaltet. So fließt etwa ein Fluss durch das Tal und es wird Donnergrollen im Regenwald simuliert. Durch Wasserleitungen, die in der riesigen, das gesamte Gehege überspannenden Kuppel integriert sind, kann die „künstliche Heimat“ der Tiere auch beregnet werden. Aussichtsplattformen und eine Hängebrücke geben Besuchern die Gelegenheit, die Vogelwelt ungestört zu beobachten. Durch die Aufteilung der Voliere in verschiedene Ebenen können die unterschiedlichsten Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum bewundert werden. So bietet der Garten sowohl für Wasservögel, die in herrlichen Teichen zuhause sind, wie auch für farbenfrohe Papageien, die durch die Lüfte fliegen, den perfekten Lebensraum.

Auch wenn im „Birds of Eden“ darum gebeten wird, die tierischen Bewohner nur zu beobachten und sie nicht zu berühren, kamen wir einer Vielzahl dieser faszinierenden Lebewesen dennoch sehr nahe und hatten die Möglichkeit, viel über die verschiedenen Arten zu lernen.

Zurück in Knysna besuchten wir den Hafen von Thesen Island, wo wir um 19:00 Uhr im Sirocco Restaurant erwartet wurden.

8. Reisetag, Samstag, 18.10.2018

Oudtshoorn ca. 170 km

Nach dem Frühstück fuhren wir nach Oudtshoorn - die Straußenhochburg Südafrikas.

Zunächst besuchten wir die Cango Caves, etwa 30 Kilometer nördlich von Oudtshoorn.  Die Tropfsteinhöhlen liegen unter dem mächtigen Swartberg-Massiv und zählen zu den beeindruckendsten und schönsten Höhlensystemen der Welt. Sie erstrecken sich auf einer Gesamtlänge von über 4 km. Die Höhlen enthalten zahlreiche Tropfstein-Formationen von imposanter Größe.

Nach diesem beeindruckenden Erlebnis checkten wir dann in unserem Hotel Swartberg Country Manor ein. Es liegt auf einem Farmgelände nördlich von Oudtshoorn und nahe der Cango Caves.

Am späten Nachmittag besuchten wir eine Straußenfarm in Oudtshoorn. Die Stadt ist seit dem frühen 20. Jahrhundert eine Welthauptstadt der Straußenzucht und wird gerne auch als die „Hauptstadt der Federn“ bezeichnet. Im Jahre 1913 exportierte Oudtshoorn etwa 465.000 kg Straußenfedern in die ganze Welt. Damals waren Straußenfedern sehr begehrt, es gab einen regelrechten Boom. Elegante "Straußenpaläste" aus Sandstein im Jugendstil bezeugen den einstigen Reichtum.

Wir lernten zunächst einiges über die Aufzucht und Lebensweise dieser „Riesenvögel“. Einst Lieferant begehrter Federn, sind heute vor allem das Fleisch und das Leder des Vogels mit den charakteristischen Noppen beliebt. Aus den Eiern werden Dekoartikel hergestellt, kunstvoll bemalt, graviert, teilweise sind diese sogar als Lampen zu verwenden.

Bei einem Barbecue-Abendessen konnten wir uns selbst von der hervorragenden Qualität des leckeren Straußenfleisches überzeugen.