Öffentlicher Automatisierter Externer Defibrillator

wurde am 30. Mai 2017 in unserer Schalterhalle montiert.

Blaubeuren. Rund 150.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland an den Folgen des plötzlichen Herztods. Kennzeichnend ist dabei ein abrupter Bewusstseinsverlust der Betroffenen, innerhalb einer Stunde nach dem Einsetzen der ersten Symptome. Eine schnell eingeleitete Laienreanimation hat entscheidenden Einfluss auf die Überlebenschance der Betroffenen.

Im Rahmen einer Betriebsersthelfer-Schulung erkannten die Mitarbeiter der Volksbank Blaubeuren die Notwendigkeit eines öffentlich zugänglichen Automatisierten Externen Defibrillators (kurz: AED) in der Schalterhalle der Volksbank. Vorstandssprecher Frank Stegner, sein Vorstandskollege Alfons Seeburger und Prokurist Martin Vonier, der neben seiner Berufstätigkeit für die Volksbank Blaubeuren auch als ehrenamtlicher Kassenwart im DRK-Ortsverein Blaubeuren fungiert, stellten schließlich den Kontakt zwischen DRK und Volksbank her. Dabei wurde vorgeschlagen, die Anschaffung eines AEDs über die Volksbank zu finanzieren und den Betrieb über das DRK sicherzustellen. Schnell waren die DRK-Vorsitzenden Christel Seppelfeld und Anita Friedrich von der gemeinsamen Kooperation angetan.

In fachlicher Absprache mit den Bereitschaftsleitern Stefanie Ludwar und Johannes Steinle wurde schließlich die Auswahl des Gerätes getroffen. Dabei stand insbesondere die Kompatibilität mit dem Equipment des DRK-Rettungsdienstes im Alb-Donau-Kreis im Vordergrund, um eine unkomplizierte Fortführung der Reanimationsmaßnahmen durch Notfallsanitäter und Notarzt sicherzustellen.

Kommt es zu einem Kreislaufstillstand in der Volksbank oder in den umliegenden Wohngebieten, muss unmittelbar mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden. Zeitgleich sollten Umstehende aufgefordert werden, den AED in der Schalterhalle der Volksbank abzuholen und zügig an den Patienten anzubringen. Eine falsche Scheu vor dem Benützen eines AED ist dabei unbegründet. Bei einem Notruf mit entsprechendem Notfallbild werden Laien durch eine systematisierte Telefonreanimation durch die Leitstelle Ulm über zu treffende Erstmaßnahmen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes angeleitet. Auch das AED-Gerät beginnt bereits beim Aufklappen mit schrittweisen Sprachbefehlen und übernimmt eigenständig die Herzrhythmus-Analyse und entscheidet, ob ein elektronischer Schock initiiert ist. Es ist technisch dabei gar nicht möglich einen unbeabsichtigten oder nicht notwendigen Schock auszulösen.

Die Volksbank Blaubeuren unterstützt seit Jahren im Rahmen der Ausschüttung des VR-GewinnSparens die Arbeit des DRK in Blaubeuren. Neben dem AED-Gerät konnte bereits in den vergangenen Jahren die Ausstattung der First-Responder-Gruppen in und um Blaubeuren erheblich professionalisiert werden. Mit der Anschaffung des neuen AED-Geräts wurde die Kooperation zwischen Volksbank und DRK weiter vertieft.
In und um Blaubeuren stehen momentan auch im Foyer des Kreiskrankenhauses, der Raiffeisenbank Seißen (Zweigniederlassung der Volksbank Blaubeuren eG), am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Sonderbuch und der Sporthalle Schinderwasen öffentlich-zugängliche AEDs zur Verfügung. Aus Sicht des DRKs wäre eine weitere flächendeckende Verteilung von öffentlichen AED-Geräten, insbesondere auch in den Teilorten, wünschenswert.

Die Herz-Lungen-Wiederbelebung und die Anwendung eines AED ist einfach zu erlernen. Das Wissen sollte jedoch regelmäßig in Erste-Hilfe-Kursen aufgefrischt und praktisch geübt werden. Auf der Homepage des Ortsvereins, hat das DRK eine ausführliche Anleitung zur Anwendung eines AEDs und Informationen über die Reanimationsmaßnahmen zusammengestellt, die auch unter www.drk-blaubeuren.de abrufen werden können. Dort gibt es zudem Anmeldemöglichkeiten zu Erste-Hilfe-Kursen in Blaubeuren.

Bericht: Johannes Steinle M.A. Bereitschaftsleiter, DRK Blaubeuren